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P-STIM
Anwendung
Literatur
Produkthistorie
Vertrieb
Kontakt
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P-STIM ist ein miniaturisiertes Gerät zur
Punktualstimulation, das über mehrere Tage zur Elektrostimulation am Ohr verwendet
wird. Das Ohr wird deswegen gewählt, weil sich hier konzentriert stimulierbare
Areale befinden. Bei der Punktualstimulation werden Titannadeln platziert, und
über diese elektrische Stimulationsimpulse abgegeben.
Einsatzgebiete sind hierbei insbesondere die Therapie von Schmerz. In der
Schmerztherapie kann das Gerät prä- und postoperativ bzw.
unabhängig von einer Operation angewendet werden. Einen besonderen Stellenwert nimmt
die Behandlung von chronischen Schmerzpatienten ein. Darüber hinaus scheint dieses
Konzept in der Zukunft auch bei Sucht, Allergie und in speziellen Bereichen der
Anästhesie anwendbar zu sein.
P-STIM ermöglicht eine kontinuierliche Stimulation von bis zu vier
Tagen in Verbindung mit völliger Mobilität und Unabhängigkeit für den
Patienten.
Die möglichen Nebenwirkungen von Schmerzmedikamenten, wie zum Beispiel
Beeinträchtigung der Reaktionsfähigkeit, fallen durch Anwendung von P-STIM weg.
Der Patient hat daher im Alltag keinerlei Einschränkung in seiner
Lebensqualität.
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Anwendung
Der Arzt sucht mit dem Applikationsstift (Pointer) einen der drei Stimulationspunkte. Beim
Auffinden ändert sich der elektrische Widerstand, der Arzt erkennt dies am Pointer
durch Aufleuchten des Leuchtringes bzw. durch das akustische Signal. An diesem Punkt
setzt der Arzt ein vorher aufgenommenes Positionspflaster. Dieser Vorgang wird
wiederholt, bis die drei Punkte gefunden und markiert sind. Dann werden die drei Nadeln
vom Applikationsstift aufgenommen und plaziert.
P-STIM wird aktiviert, indem die Klebefolien von den Batterien abgezogen werden und der
Deckel aufgedrückt wird. Das Gerät wird mit der integrierten Klebeelektrode
hinter dem Ohr fixiert. Die Drähte des Gerätes werden durch einfaches
Überschnappen von leitenden Kunststoffringen mit den Nadeln verbunden.
Das ist der Beginn der Therapie.
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Literatur
Sator-Katzenschlager SM, Scharbert G, Kozek-Langenecker SA, Szeles JC,
Finster G, Schiesser AW, Heinze G, Kress HG. "The short- and long-term benefit in chronic low back pain through
adjuvant electrical versus manual auricular acupuncture.",
Anesth Analg. 2004 May;98(5):1359-64
Department of Anesthesiology and Intensive Care Medicine (B), Outpatient Pain
Center, University of Vienna, Vienna, Austria.
Abstract:
Acupuncture is an established adjuvant analgesic modality for the treatment of
chronic pain. Electrical stimulation of acupuncture points is considered to
increase acupuncture analgesia. In this prospective, randomized, double-blind,
controlled study we tested the hypothesis that auricular electroacupuncture (EA)
relieves pain more effectively than conventional manual auricular acupuncture
(CO) in chronic low back pain patients with insufficient pain relief (visual
analogue scale [VAS] > or = 5) treated with standardized analgesic therapy.
Disposable acupuncture needles were inserted in the auricular acupuncture points
29, 40, and 55 of the dominant side and connected to a newly developed
battery-powered miniaturized stimulator worn behind the ear. Patients were
randomized into group EA (n = 31) with continuous low-frequency auricular EA (1
Hz biphasic constant current of 2 mA) and group CO (n = 30) without electrical
stimulation (sham-electroacupuncture). Treatment was performed once weekly for 6
wk, and in each group needles were withdrawn 48 h after insertion. During the
study period and a 3-mo follow-up, patients were asked to complete the McGill
questionnaire. Psychological well being, activity level, quality of sleep, and
pain intensity were assessed by means of VAS; moreover, analgesic drug
consumption was documented. Pain relief was significantly better in group EA
during the study and the follow-up period as compared with group CO. Similarly,
psychological well-being, activity, and sleep were significantly improved in
group EA versus group CO, the consumption of analgesic rescue medication was
less, and more patients returned to full-time employment. Neuropathic pain in
particular improved in patients treated with EA. There were no adverse side
effects. These results are the first to demonstrate that continuous EA
stimulation of auricular acupuncture points improves the treatment of chronic
low back pain in an outpatient population.
IMPLICATIONS: Continuous electrical
stimulation of auricular acupuncture points using the new point stimulation
device P-stim significantly decreases pain intensity and improves psychological
well-being, activity, and sleep in chronic low back pain patients.
Publication Types: Clinical Trial, Randomized Controlled Trial
Weitere Literatur:
E.A.Ghoname, W.F.Craig, P.F.White, H.E.Ahmed, M.A.Hamza, N.M.Gajraj, A.S. Vakharia,
C.E.Noe: "The Effect of Stimulus Frequency on the Analgesic Response to Percutaneous
Electrical Nerve Stimulation in Patients with Chronic Low Back Pain",
Anaest.Analg.1999/88.841-6
B.Wang, J.Tang, P.F.White, R.Naruse, A.Sloninsky, R.Kariger, J.Gold, R.H. Wender:
"Effect of the Intensity of Transcutaneous Acupoint Electrical Stimulation on the
Postoperative Analgesic Requirement", Anaest.Analg.1999;88:841-6
M.R.Hoda, W.Lechner, K. Grimm, F.X.Stöger, J.C.Széles: "Pre- and
Postoperative Pain Management in a Surgery Unit: Preliminary Results of Using
Miniaturized Ear Electroacupuncture and Perspectives for Future Clinical
Investigations" Abstract, Acta Chirurgia Austriaca, Vol. 32, Supplement 162,
2000
Verifizierung der Wirksamkeit
Die wichtigsten und interessantesten Experimente, welche
wissenschaftlich die Akupunkturanalgesie untermauerten, waren
Studien sowohl an Mensch und Tier, bei denen Endorphinantagonisten
(z.B. Naloxon, Naltrexone) benutzt wurden (z.B. Mayer et.
al).
Wie neue Resultate zeigen, wirkt Elektroakupunktur im niedrigen
Frequenzbereich durch Methionin - Enkephalin - Freisetzung und im
hohen Frequenzbereich durch A - Dinorphin analgetisch.
Außerdem wird durch die erhöhte Konzentration an
zirkulierenden körpereigenen Morphinen eine Steigerung des
Wohlbefindens erreicht. Aufbauend auf diesen Erkenntnissen steht
nun eine Behandlungseinheit zur Verfügung,
welche sich sowohl durch eine bedienerfreundliche schnelle
Applikation für den Anwender als auch durch einen hohen
Tragekomfort für den Patienten auszeichnet.
P-Stim auriculo eignet sich ideal für Punktualstimulation am
Ohr. Es wird empfohlen, gemäß den Punkten laut
Somatotopie Nogier zu stimulieren. Bei chronischem
Rückenschmerz (Lowback Pain) erzielt man die erwünschten
Effekte durch Microstimulation indem man 2 allgemeine Schmerzpunkte
und 1 lokalen Stimulationspunkt auswählt. Bei besonders lang
bestehenden chronischen Schmerzen empfiehlt es sich, eine
Gesamttherapiezeit von 6 Wochen zu wählen. Innerhalb von 6
Monaten sollten Kontrolluntersuchungen durchgeführt werden, um
den Erfolg der Therapie mittels VAS (visueller analoger
Schmerzskala) zu überprüfen.
Beim chronischen und akuten Schmerzanfall und beim chronischen
Schmerzpatienten ist P-Stim auriculo jederzeit für die
Therapie über 4 Tage einzusetzen.
Schlussfolgerungen
Mit diesem Konzept wird eine Therapieform präsentiert, die
unter anderem neue Möglichkeiten für die Behandlung des
Schmerzpatienten eröffnet.
Das Spektrum für den Einsatz dieser Behandlungsform erstreckt
sich vom chirurgischen Patienten (Wundschmerz) bis zum Patienten
mit chronischem Schmerz.
Der Vorteil für den Einsatz dieses Gerätes besteht vor
allem auch bei chronischem Schmerz darin, dass es
keine organanschädigenden Nebenwirkungen gibt. Bei lang
andauernder Medikamenteneinnahme können oft innere Organe z.B.
Nieren geschädigt werden, so dass dies zu
Nierentransplantationen oder zumindest zu Dialysepatienten
führen kann. Dies bedeutet extreme Kosten für das
Gesundheitswesen.
Zur Vermeidung von post-operativen Komplikationen wie z.B.
Pneumonie ist es wichtig Patienten nach einer Operation so
früh als möglich zu mobilisieren. Mit einer früheren
Rehabilitation kann die Verweildauer im Spital und damit auch
Kosten reduziert werden. Durch den Einsatz
des P-Stims erfährt der Patient eine verbesserte Nachtruhe und
das Pflegepersonal eine starke Arbeitserleichterung.
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Produkthistorie
Erfunden und von medizinischer Seite mitentwickelt wurde P-STIM von Herrn Dr.
Széles, Klinische Abteilung für Gefässchirurgie am AKH in Wien. P-STIM
ist also ein Produkt vom Mediziner für die Medizin. Gemeinsam entwickelten Dr.
Széles und BIEGLER Medizinelektronik das Produkt soweit, dass funktionsfähige
Prototypen vorlagen.
Im Rahmen einer Studie am AKH-Wien und LKH-Tulln waren 450 dieser
P-STIM-Geräte der ersten Generation im Einsatz. Der Einsatz dieser ersten Generation
brachte zwei wichtige Erkenntnisse: Erstens konnte die Wirksamkeit für die
Indikationen Schmerz und Adipositas gezeigt werden. Zweitens wurde klar, dass das Produkt
den praktischen Anforderungen von Anwendern und Patienten noch nicht gerecht wurde. Die
Patienten legten v.a. Wert auf einen besseren Tragekomfort. Von der Anwenderseite wurde
eine technische Lösung gefordert, die ein exaktes Auffinden der Stimulationspunkte und
sichere und einfache Nadelapplikation ermöglicht.
Aus diesen Anforderungen heraus wurde ein neues Konzept für P-STIM entwickelt. Durch
ergonomische und platzsparende Gestaltung des Gehäuses wurde P-STIM so
miniaturisiert, dass das gesamte Gerät in die Masseelektrode integriert werden
konnte. P-STIM kann jetzt mit Hilfe dieser Elektrode einfach und sicher unter dem Ohr
aufgeklebt werden.
Deutlich vereinfacht wurde auch das Auffinden der exakten Stimulationspunkte und das Setzen
der Nadeln. Ein speziell dafür entwickelter Applikationsstift
ermöglicht es, einen Stimulationspunkt aufzufinden und gleichzeitig mit einem vorher
aufgenommenen Positionspflaster zu markieren. Durch eine einfache Schiebebewegung am
Applikationsstift kann man dann die sterile Stimulationsnadel aufnehmen und an der vorher
markierten Stelle einstechen.
Die Verbindung des Gerätes mit den Nadeln wurde anwendungsfreundlich gestaltet:
Statt der aufwendigen Steckerverbindungen müssen jetzt nur mehr leitende Kunststoffringe
über die Nadelköpfe geschnappt werden.
Zur Inbetriebnahme des Gerätes entfernt der Anwender die drei Klebefolien auf den
Batterien und verschnappt den Deckel, wodurch sich das Gerät automatisch aktiviert.
Die Beendigung der Therapie erfolgt einfach durch Entfernen der Stimulationsnadeln und
Abziehen der Klebeelektrode. Bei der Elektrode wurde Solid Gel verwendet, wodurch beim
Entfernen kein Gel auf der Haut zurückbleibt.
Aus hygienischen und anwendungs-technischen Gründen ist P-STIM in der zweiten
Generation als Disposable ausgelegt, das als komplette Einheit den örtlichen
Vorschriften entsprechend entsorgt werden kann.
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Vertrieb
Vetrieb Österreich:
Gabriel Medizintechnik
tel./fax.: 02626 / 64242
mobil: 0664 / 1014827
email: office@gabrielmed.com
www.gabrielmed.com
Vertrieb International:
Für Bezugsmöglichkeiten kontaktieren Sie uns bitte direkt.
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Kontakt
Biegler GmbH, Allhangstrasse 18a, A-3001 Mauerbach, Austria
Tel. +43 1 979 21 05 Fax. +43 1 979 21 05 16
email: office@biegler.com
www.biegler.com
Für Österreich finden sie eine Anwenderliste unter
www.gabrielmed.com
Die folgenden Adressen können Sie kontaktieren, um sich über
Behandlungsmöglichkeiten mit P-STIM zu informieren:
Dr. Constantin Szeles
email: j.szeles.akh@aon.at
Telefon: +43 676 614 2093
Herr Dr. Szelés ist in der klinischen Abteilung für Gefässchirurgie am
AKH in Wien tätig. Er ist der Erfinder von P-STIM und hat das Produkt von der
medizinischen Seite mitentwickelt. Durch die Anwendung der Geräte der ersten
Generation konnte Herr Dr. Szelés bereits umfangreiche Erfahrungen sammeln. Die
gewonnenen Erkenntnisse wurden in den oben genannten Studien veröffentlicht.
Dr. Reinald Brezovsky
email: brezovsky@aon.at
Gesundheitszentrum Döbling
Döblinger Hauptstrasse 44
A-1190 Wien
Telefon: +43 1 369 4040
Schmerzhotline: 0699 109 13 901
www.schmerzarzt.at
Herr Dr. Brezovsky ist im Gesundheitszentrum Döbling tätig. Als Facharzt
für Neurochirurgie konnte er über viele Jahre klinische Erfahrung im AKH Wien
in der Schmerztherapie, insbesondere im Bereich der Wirbelsäulenbeschwerden sammeln.
Im Gesundheitszentrum befaßt sich Herr Dr. Brezovsky mit Behandlungsmethoden wie z.B.
der elektrostimulierten Ohrakupunktur.
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